Ein Bericht 
von manfred Prokop

 

Hier ein paar Details zum Radrennen Paris - Brest Paris, bei dem ich, Manfred Prokop, Mitglied vom RSC Raika Klausen Leopoldsdorf den 36. Platz belegen konnte. (von 3743 gestarteten Teilnehmern)

Das Radrennen Paris-Brest-Paris wird seit 1897 alle 4 Jahre ausgetragen.

Die Qualifikation für die Teilnahme erfolgt über sogenannte Brevets, das sind Qualifikationsrennen die in vielen Ländern stattfinden und über die Distanzen von 200, 300, 400 und 600km geführt werden.

Das Rennen selbst führt von Paris nach Brest und wieder zurück (1204km), auf der Stecke gibt es keine hohen Berge, es geht jedoch ständig auf und ab. (10.000 Höhenmeter)
Am heurigen Rennen haben 3743 Fahrer aus 28 Nationen teilgenommen, die Hälfte der Starter ist aus Frankreich, aus Österreich waren 18 Teilnehmer am Start. (ca. 80% haben das Rennen beendet)
Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl erfolgte der Start in mehreren Intervallen, am Montag den 23.08 um 20:00 Uhr wurden die ersten 1000 Starter ins Rennen geschickt. Iin diesem Feld befanden sich alle Favoriten und mehrere Österreicher, unter ihnen auch Ich. Die Tandems und Spezialräder gingen um 22:00 Uhr an den Start, die restlichen Fahrer starteten am 24.08 um 5 Uhr früh.
Im erste Renndrittel wurde sehr hohes Tempo gefahren der Schnitt lag bei über 33 km/h, obwohl es gleich mit einer Nachtfahrt begann. Ich ging das hohe Tempo mit und lag lange Zeit an 10. Stelle!!!! .Bei halber Stecke in Brest (nach 22 Stunden) stieg ich  das erste mal vom Rad - essen, duschen, Kleider wechseln. Die zweite Hälfte der Strecke legte ich gemeinsam mit einem deutschen Teilnehmer zurück. Bis Paris stiegen wir dabei nur einmal für ca. 30 Minuten vom Rad. Dieser Stop war nicht freiwillig, nein, es regnete wie aus Schaffeln, und weil wir gerade vor einer Kontrollstelle waren, nutzen wir diese für eine kleine Pause. Zum Ende hin wurde die Strecke wieder hügeliger und anstrengender.In dieser Phase hatte ich mein größtes Tief, moralisch kam hinzu, dass die Betreuercrew zu letzten Kontrollstelle nicht zufahren durfte und man somit allein in einem fremden Land, am Ende seiner körperlichen und physischen Grenze sich bewegt. Kurz vor dem Ziel in Paris hat ich mich leider noch verfahren und mußte so noch einige Teilnehmer vorbei lassen.

Ich erreichte das Ziel in Paris nach 49 Stunden und 25 Minuten (Schnitt 25,4 km/h Brutto mit allen Kontrollzeiten und Pausen eingerechnet) und belegte dabei ca. den 36. Platz.
Bester Österreicher wurde mein Freund  Hans Eisenbraun (Vrlbg) auf Platz 9. .

Unterstützt wurde ich  von meiner Frau, meinem Bruder und einer sehr netten Bekannten, die uns beste Dolmetsch-Dienste leistete. Weiters bedanke ich mich bei meine Sponsoren, welche so eine Unternehmung erst möglich machen:
Raiffeisen, KBA-Mödling AG., PSK, Polar und der PTA.

Ich bedanke mich bei allen die an mich geglaubt haben, insbesondere an meine Eltern, die mit mir mitgelitten haben.

 

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Hans, Alex und ich vorm Start.  
   

Das 18 köpfige Nationalteam

das Hotelzimmer

Der Startbereich im Gymnasium Guyancourt

Die erste Kurve
 


Ablauf einer Kontroll- und Verpflegstation

Runter vom Rad und...

...ab ins Office...

... während die Betreuer die Maschinen warten und Verpflegung nachfüllen (Stress pur)...

... rein damit und ab die Post!

Ankunft im Brest! 623 km hinter mir
 

kurze Anweisungen für und vom Betreuer 

 

.... riesiges Interesse der Zuschauer! 
Umziehen nach einer kurzen Dusche!
 

Mein Freund, Bernhard Schlegl,
 wird 2. bester Deutscher

Eindrücke von der Strecke
 

Letzte Kurve für Hans
 

Mein Freund Hans Eisenbraun im Ziel
ist bester Ausländer und belegt Platz 9.
 

nach 3 1/2 Stunden bin auch ich im Ziel / als 36. ...
 

... und schon sind alle Strapazen Geschichte!

Wieder glücklich im Ziel vereint, und jeder ist stolz!

Nun gehts in die Stadt zum Sightseeing

meine Frau und Ich

Am Start

in Brest nach 625 km

im Ziel nach 1240 km

Die Strapazen dieser Strecke stehen mir  ins Gesicht geschrieben. Hätte ich mich nicht so knapp vor dem Ziel verfahren, wäre ich um vier Plätze besser platziert gewesen.
Würde mich interessiern ob ich bei einem 2. Start mein Platzierung verbessern könnte?

 

Ob ich's je mals erfahren werde? Schaun wir mal ...

Zum Abschluss spendierte uns unser Stammitaliener eine Flasche Sekt !!!
(Er kann unsere Zeiten bis heut' noch nicht fassen!)

 

ein interessanter Link zu einem Deutschen Randonneur, welcher im  Team der Österreichern fuhr:
http://home.t-online.de/home/randonneur/homepage.htm