First iron – Erlebnisbericht zum Ironman Swiss 2004

Zur Aklimatisierung waren wir – meine Betreuer und ich schon am Mittwoch angereist um uns schon mal an das Klima zu gewöhnen und uns das kleine schöne Zürich und seine Umgebung anzuschauen.

Aber wir wollten ja nicht nur einen Bummel durch die Altstadt machen , sondern am Sonntag die Triathlon-Langdistanz in Angriff nehmen. So fuhren wir dann auch die Radstrecke ab, was sehr von Vorteil war, da ich nun die Abfahrten schon kannte. Freitag ließen wir es uns einfach nur gut gehen, und verbrachten einen angenehmen Tag am Zürisee der optimale Temperatur hatte und superklar ist.
Am Samstag beim zuschauen bei der Schweizer Kurzstrecken-Meisterschaft ( 1,5-40-10 ) kam dann schon die erste Nervosität auf.

Raceday:

5:00    Aufstehen und noch etwas frühstücken – die Radflaschen hatten wir zum Glück schon am  Vorabend angemischt
5:45   Abmarsch zum Schwimmstart – waren nur ca. 10 min. Fußweg vom offiziellen Campingplatz
also optimal
6:45   lange Schlangen vor den Toiletten – Hektik im Vorstartbereich
7:00   Start – ein Knäuel aus ca. 1500 Athleten versuchte ohne sich zu verheddern über die Schwimmstrecke zu kommen was erst auf den letzten 400 m so richtig gelang.
Den Rest der Strecke mußte man gut einstecken und austeilen können um ein wenig Platz zu haben. So ein Kampf bei den Positionen um die 350 – hätte ich nicht für möglich gehalten.
8:05   Ich komme erwartungsgemäß aus dem Wasser – kaum Schwimmtraining aber gut gerutscht und
immer ein paar gute Beine vor mir gehabt.

Es geht aufs Rad.

Meine Taktik in den flachen Passagen stur nach Puls zu fahren bekommt mir ganz gut!
Bei 140 Puls und 100 U/min pedaliere ich mich gut ein. Es fahren jetzt schon einige an mir vorbei.
KM 25 – Es geht in den ersten langgezogenen Anstieg. Ich finde gut meinen Rhythmus und mache bereits wieder einige Plätze gut, die restlichen hole ich auf der Abfahrt! Mit viel Angst und wohl auch Streckenunkenntniss scheinen einige auch bergab schieben zu wollen man holt etliche Plätze auf wenn man es richtig rollen läßt.
KM 40 – Wieder im Flachen locker bleiben 140 puls bleibt meine Devise.
So wiederholt sich das Spiel von überholen und überholt werden.
Ab km 60 treten erste Rückenschmerzen auf ! Ich empfehle jedem der so was vorhat frühzeitig in der Aeroposition zu trainieren, da die Rückenmuskulatur durch die große Dauer der Überstreckung extrem belastet ist. Ich hatte aufgrund eines Rahmendefektes 2 Wochen vor dem Rennen ein Leihrad bekommen. ( hatte ein 62er Rahmen und saß nun auf einem 56 so das die Winkel wohl doch etwas anders waren , obwohl ich alles mit Zollstock und Wasserwaage ausgemessen und 1 zu 1 übertragen hatte ?

13:35   Radstrecke geschafft 180 in 5h – wahrlich nicht das was ich mir vorgenommen hatte.   Nun durchhalten beim abschließenden Laufteil. Des öfteren gestoppt und gedehnt ( Rücken ) lief ich für die Beine locker durch den Rücken eingebremst nach

17:53    10h53min ins Ziel – immerhin – wenn auch deutlich hinter meiner Vorgabe. Beim nächsten mal weiß ich es  besser!   

Es gewinnen   Oliver Bernhard (1)        8:16
vor                Norman Stadler (2)        8:21
  
                     Christoph Mauch (3)       8:32
 ....               Marco Haida (315)         10:53
Frauen              Ivonne Krömker  (1)       9:31
                   
Wenke Kujalla (2)          9:34
                    Sonja Heubach (3)         9:36

mit freundlichen Grüßen
Marko Haida