Paris - Brest - Paris 2003


Nachdem sich Franz Fegelin im Frühjahr mit Langstreckenfahren über 200, 300, 400 und 600 km für das Radrennen Paris-Brest-Paris qualifiziert hatte, war es Ende August so weit. Er stand in Paris am Start des ältesten und größten Langstreckenradrennens der Welt.

Das Rennen führt von Paris an die Atlantikküste nach Brest und zurück nach Paris. Seit 1891 wird der Bewerb alle 4 Jahre ausgetragen und deshalb auch als "Olympia der Langstrecke" bezeichnet. Heuer konnte das Rennen mit über 4000 Teilnehmern aus 25 Nationen - darunter 15 Österreicher- einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Für Fegelin, der mit seinem dreiköpfigen Betreuerteam nach Frankreich gekommen war, war es die erste Teilnahme bei diesem Bewerb. Nachdem Teamkollege Manfred Prokop bei der letzten Austragung das Rennen mit einer Topplatzierung beenden konnte, wollte Franz es ebenfalls nach Paris schaffen.

Nachdem Franz im ersten Startblock mit allen Favoriten startete, ging es gleich zu Beginn zur Sache. An der Spitze wurde gefahren wie bei einem Sprintbewerb. Franz Fegelin versuchte nach der Hektik des Starts sein eigenes Tempo zu finden um nicht schon zu Beginn wertvolle Energie zu verschwenden.

Obwohl sich schon nach relativ kurzer Zeit starke Sitzbeschwerden einstellten und die Radhose nach einiger Zeit nur noch ein blutiger Fetzen war gab es für Franz nie einen Zweifel am Durchkommen. Nach 57 Stunden ohne Schlafpause, bei großer Hitze und widrigen Straßenverhältnissen hatte es Fegelin geschafft das Ziel in Paris zu erreichen. Obwohl er vor allem durchkommen wollte, konnte er sich als zweitbester Österreicher unter den Top 100 platzieren und lieferte damit ein tolles Debüt.